Alternativen zur Atomkraft

Alternativen zur Atomkraft

Der tragische Atomunfall in Japan im Jahr 2011 macht die Fragilität des weltweiten Energieversorgungssystems deutlich. Weitere Beispiele für die Gefährlichkeit der Kernenergie sind Tschernobyl und Three Mile Island. Des Weiteren ist bis heute ungeklärt, wie der Umgang mit nuklearen Abfällen erfolgen soll. Zuverlässige Alternativen zum Atomstrom sind daher gefragt, zu denen die sehr effektive Sonnenenergie gehört.

Die solare Strahlung als regenerative Energie
Die Sonne gehört zu den regenerativen Energien, die den Menschen unerschöpflich zur Verfügung steht. Sie liefert bereits ein Vielfaches des weltweiten Bedarfs an Energie, die jedoch nahezu ungenutzt bleibt. So dringen circa 1,4 Kilowatt pro Quadratmeter von dem strahlenden Stern in die Erdatmosphäre, was als Solarkonstante bezeichnet wird. In den gemäßigten Breitengraden erreicht aus dem Licht der Sonne pro Jahr circa 1.200 kWh Energie pro Quadratmeter die Erdoberfläche. Obwohl die Energiemenge aufgrund der häufigen Wolkendecke und Erdachsenneigung gedämpft wird, ist diese Zahl immer noch sehr hoch. Hinreichend genutzt wird sie jedoch nicht, wenngleich sich Wissenschaft und Industrie bereits seit langer Zeit mit dem Phänomen Solarenergie auseinandersetzen. Lichtteilchen werden in elektrische Energie umgewandelt, sobald sie auf eine Oberfläche aus Metall treffen. Dieser Effekt, welcher bereits seit mehr als 170 Jahren bekannt ist, wird auch als Photovoltaik bezeichnet.

Verschiedene Gewinnungsformen von Sonnenergie
Derzeit wird die Sonnenergie hauptsächlich durch Solarmodule oder Solarpanele gewonnen, welche viele Solarzellen bündeln und dadurch vor einer ungünstigen Witterung oder Feuchtigkeit bewahren. Bei einem Zusammenschluss von einer sehr großen Anzahl an Solarmodulen zu einem Kraftwerk wird dieses Werk auch als Photovoltaikanlage bezeichnet. In einem größeren Maßstab werden sie Solarkraftwerke genannt, welche sich jedoch nur in Gebieten mit vielen Sonnenstunden rentieren. Sie liefern selbstverständlich mehr Energie als Photovoltaikanlagen. In ihnen wird das eintreffende Sonnenlicht in sogenannten Absorbern gebündelt, welche sich nach dem Sonnenstand ausrichten. Solarfarmkraftwerke verfügen über eine hohe Anzahl an Absorbern zur Sammlung von Licht, welche sich über eine weite Fläche verteilen. In Solarturmkraftwerken und Paraboloidkraftwerken wiederum wird die Sonnenstrahlung mit Punktkonzentratoren auf einen ausgewiesenen Brennpunkt gebündelt.

Eine Zukunft mit Sonnenenergie
Insbesondere auf die Gewinnung von Sonnenergie fokussiert sich die Hoffnung der Wissenschaft und Industrie. Experten wissen, dass sich für die Zukunft in sonnenreichen Gebieten wie Nord-Afrika, dem Nahen Osten, Spanien und Italien solare Energie abschöpfen lässt. Neben den vielen Sonnenstunden zeichnen sich die aufgeführten Regionen durch den Vorteil aus, dass sie sich in bzw. in unmittelbarer Nähe zu Europa befinden. Dadurch können Verluste beim Transport des Stroms minimiert werden. Einige Solarkraftwerke werden sind in Spanien bereits im Einsatz. Es bleibt zu hoffen, dass zukünftig verstärkt auf eine atomfreie Energie gesetzt wird.