Eine Photovoltaik Anlage für das eigene Heim finanzieren

Eine Photovoltaik Anlage für das eigene Heim finanzieren

Die Photovoltaik Anlage auf dem Gebäudedach des Eigenheims bietet dem Eigentümer mehrere Vorteile; einmal abgesehen von seinem ganz allgemeinen gesellschaftlichen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz. Der Anlagenbetreiber kann frei entscheiden, ob er den erzeugten Strom durch die Einspeisung in das Stromnetz an den Energieversorger verkauft, oder ob er den Strom selbst nutzen und so das Hinzukaufen von Strom dementsprechend reduzieren möchte.

Mit einer geschickten Finanzierung ist es in der heutigen Zeit durchaus möglich, den Betrieb einer Photovoltaik Anlage vom ersten Tag an zumindest kostenneutral, wenn nicht gewinnbringend zu gestalten. Die Photovoltaik ist aus steuerlicher Sicht ein umsatzsteuerpflichtiger Gewerbebetrieb. Für alle damit zusammenhängenden Einnahmen und Ausgaben wird Mehrwertsteuer abgeführt und Umsatzsteuer erstattet. Der Investor kann  wie ein Unternehmer jeweils mit Nettobeträgen rechnen, also ohne die momentan 19-prozentige Mehrwert- beziehungsweise Umsatzsteuer. Das mindert die Investitions-   und Finanzierungskosten deutlich. Der Überschuss oder Fehlbetrag aus dem Gewerbe Photovoltaik wird als Ergebnis in die jährliche Einkommensteuererklärung übernommen. Dort erhöht oder verringert sich dementsprechend das zu versteuernde Jahreseinkommen, das umgangssprachliche Einkommen vor Steuern.

Die Anschaffung einer Photovoltaik Anlage mit Kauf und Montage ist, je nach Größe des Gebäudedaches, eine Investition im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Eurobereich. Unter Berücksichtigung von Erspartem wird der verbleibende Rest fremdfinanziert, also durch die Aufnahme eines Kredites. Für den Anlagenbetreiber stellt sich die Frage, mit welchem Kreditinstitut er zusammenarbeiten möchte. Der Finanzierungszeitraum wird bei der Photovoltaik mit zwölf bis fünfzehn Jahren angesetzt. Direktbanken und Onlinebanken bieten billige Kredite aus dem Internet an. Sie sind im Gegensatz zu den Filialbanken und Sparkassen nicht mit Haupt-, Zweig- und Nebenstellen sowie mit einem persönlichen Beratungsservice vor Ort präsent. Ihre Kommunikation mit Interessenten und Kunden erfolgt telefonisch sowie per Post, Email und Datenaustausch. Mit dieser Geschäftsstruktur werben sie für sich und ihre Angebote ausschließlich im Internet.

Dem Investor einer Photovoltaik Anlage geht es in erster Linie um eine möglichst günstige Finanzierung. Im Gegensatz zu früheren Jahren oder Jahrzehnten sieht er sich heutzutage nicht mehr nur oder vorrangig an seine Hausbank gebunden. Die Zahl  an Kreditinstituten einerseits und deren Angebote andererseits ist groß und vielfältig. Über einen Kreditvergleich auf einem der Onlineportale im Internet lässt sich leicht ermitteln, welche Kreditinstitute sich dazu anbieten. Dabei sollte nicht nur auf die Höhe der monatlichen Zins- und Tilgungszahlung geachtet werden, sondern unter anderem auch auf die Art und Weise der Besicherung. Banken und Sparkassen verzichten mehr und  mehr darauf, ihre Kreditvergabe durch eine Hypothekeneintragung im Grundbuch besichern zu lassen. Als Sicherheit lassen sie sich die Einspeisevergütung abtreten. Sie ist ab Inbetriebnahme der Photovoltaik Anlage für die kommenden zwanzig Jahre gesetzlich garantiert. Anhand einer realistischen und genauen Kalkulation der Kilowattstunden Strom, die im Jahresdurchschnitt erzeugt werden, steht die Höhe dieser Einnahme weitgehend fest. Jetzt liegt es am Geschick des Investors, die Photovoltaik Anlage so preisgünstig zu finanzieren, dass Einnahme aus  der Einspeisevergütung und Ausgabe für die Kreditfinanzierung deckungsgleich sind. Berücksichtigt werden bei dieser Rechnung im Einzelfall weiterhin noch steuerliche Vergünstigungen sowie Abschreibungen. Dabei hilft ein mit der Photovoltaik vertrauter Steuerberater.

Man könnte sagen, dass für die gute bis sehr gute Finanzierung einer Photovoltaik Anlage der billige Kredit eine wesentliche Grundlage darstellt. Je niedriger der Schuldendienst ist, umso mehr Erlös aus der Einspeisevergütung verbleibt auf der Einnahmeseite. Wenn sich der Anlagenbetreiber im Laufe der Jahre dazu entscheiden sollte, den erzeugten Strom selbst zu nutzen, wird umgekehrt gerechnet. Gegenübergestellt werden dann die Ausgabeeinsparung für die Strommenge, die nicht gekauft, sondern selbst erzeugt und genutzt wird, und die Zahlung an den Kreditgeber. Die eingesparten Ausgaben sind rechnerisch wie eine Einnahme, der die tatsächlichen Ausgaben gegenüberstehen.

Der Betreiber einer Photovoltaik Anlage kann es drehen und wenden wie er will – Ein billiger Kredit verhilft immer zu einer günstigen Finanzierung!