Meine eigene Photovoltaikanlage

Meine eigene Photovoltaikanlage

Wer eine eigene Photovoltaik-Anlage plant, richtet sich bei der Größenberechnung nicht nach dem Eigenverbrauch, sondern in der Regel nach der möglichen Fläche oder der Investitionshöhe. Durch die über 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung nach EEG rentiert sich nahezu jede Dachanlage in spätestens 10 bis 12 Jahren, bei Freiflächen wird etwas anders kalkuliert. Hier liegen die Vergütungssätze niedriger, dafür steht meist viel mehr Fläche zur Verfügung. Die Investition in eine PV-Anlage ist also de facto eine langfristige Kapitalanlage.

Die Auswahl der Fläche
Wenn nur das eigene Dach genutzt werden soll, kommen die nach Südwest bis Südost gerichteten Flächen infrage, doch auch eine Pacht von Dächern ist möglich. Diese wird über Agenturen vermittelt und rechnet sich ebenfalls, nur nicht ganz so schnell. Ein möglicher Pachtvertrag sollte langfristig und juristisch einwandfrei abgeschlossen werden. Die Größe einer Dachfläche ergibt sich aus Bauplänen und kann gegebenenfalls auch geschätzt werden. Für eine Anlagenleistung von einem kWp (Kilowatt-Peak) werden rund 10 m² Dachfläche benötigt, allerdings hängt die genaue Leistung von den Modulen, der Dachausrichtung und der Sonnenscheindauer ab. Für die genaue Berechnung stehen Tools zur Verfügung. Die Anbieter von PV-Anlagen geben deren Leistung in kWp an, der Preis pro kWp hängt von den Modulen, dem Wechselrichter und den Installationskosten ab. Die Spanne liegt regelmäßig zwischen 2.400 bis 3.100 Euro/kWp. Wenn die Dachfläche und der Anlagenpreis bekannt sind, kann der Ertrag der Anlage kalkuliert werden.

Ertrag einer PV-Anlage
Der Ertrag wird über einen Photovoltaik-Rechner nach Angabe der Dachausrichtung und -neigung (ideal 30 – 35°) sowie der PLZ ermittelt. Entscheidend sind nun die verwendeten Module, hier gibt es nach wie vor Unterschiede in der Leistung und im Wirkungsgrad. Die Leistung der Module wiederum muss ins Verhältnis zu ihrem Preis gesetzt werden. Wenn diese Faktoren – mögliche kWp-Leistung der gesamten Fläche und Preis pro installiertem kWp – bekannt sind, kann ermittelt werden, nach welcher Zeit sich die Anlage bei normalem Wetter und ohne Störfälle rentieren müsste. Grobe Richtlinien liefert ein Solarrechner, aber auch nach genauer Kenntnis der Module und der Gesamtinvestition können wegen der Wetterschwankungen nur Richtwerte ermittelt werden.

Installation der Anlage
Die Auswahl einer Anlage sollte nach höchstmöglicher Leistung pro Modul und absoluter Qualität erfolgen. Nur auf den Preis zu schauen greift zu kurz. Für die Anlagen werden großzügige Fördermittel über die KfW vergeben, auch Hausbanken gewähren sehr unproblematisch Kredit. Fördermittel fließen regelmäßig, wenn einheimische Handwerker beauftragt werden, diese prüfen auch die Einspeisemöglichkeiten ins Netz, die bis 30 kWp installierter Leistung nahezu durchweg gegeben sind. Örtliche Versorger sind verpflichtet, den Strom abzunehmen, für den Eigenverbrauch gibt es überdies Zuschüsse. Die Anlage sollte gesondert versichert werden, von der Installationsfirma können überdies Garantien verlangt werden. Die Inbetriebnahme der Anlage wird durch einen Mitarbeiter des regionalen Energieversorgers überwacht.