Photovoltaik, Windenergie, Wasserenergie – welche alternative Energieversorgung passt für mich?

Photovoltaik, Windenergie, Wasserenergie – welche alternative Energieversorgung passt für mich?

Bei der Auswahl der Energieversorgung hat der Nutzer viele verschiedene Möglichkeiten. Zum einen ist es möglich, einen herkömmlichen Energieversorger zu wählen, der die Kunden mit Energie aus Kohlekraftwerken oder mit Atomstrom versorgt. Doch gibt es auch viele andere Anbieter, die den Kunden Energie aus alternativen Energiequellen zur Verfügung stellen. Dies ist besonders für umweltbewusste Kunden eine sehr gute Alternative, da sie so durch die Wahl eines entsprechenden Energieversorgers einen persönlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten können. Eine andere Alternative ist es, selbst ökologische Energie aus alternativen Energiequellen zu erzeugen. Auch hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Aufgrund der vielen Möglichkeiten, die der Nutzer im Bereich der alternativen Energien hat, ist es sinnvoll, sich vor der Entscheidung genau zu informieren, um zu ermitteln, welche Art der Energieversorgung am besten zu den persönlichen Anforderungen passt.

Die Wahl eines Ökostromanbieters
Bei der Auswahl eines Stromanbieters ist es möglich, einen Energieversorger zu wählen, der den Strom aus alternativen Energiequellen gewinnt. Die häufigsten Formen der ökologischen Energiegewinnung sind die Solarenergie, die Windkraft und die Wasserkraft. Darüber hinaus gibt es auch Anbieter, die ihren Strom aus Biogasanlagen oder aus Gezeitenkraftwerken gewinnen, doch ist deren Anteil am gesamten Strommarkt verschwindend gering. Wenn man einen Ökostromanbieter auswählt, wird immer angegeben, aus welchen Energiequellen dieser den Strom gewinnt. Manchmal wird nur eine einzige Energiequelle verwendet, häufig kommt es jedoch auch zu einem Mix aus verschiedenen alternativen Energiequellen.

Ein Anbieter für Strom aus Solarenergie gewinnt seinen Strom hauptsächlich aus Photovoltaikanlagen. Eine andere Alternative sind thermische Sonnenkraftwerke, die jedoch insbesondere in sonnigen Ländern effektiv arbeiten können. Daher werden diese häufig in Spanien oder in den USA errichtet, in Deutschland hingegen sind sie nur selten, da sie eine direkte Lichteinstrahlung benötigen. Photovoltaikanlagen hingegen können auch mit diffusem Licht arbeiten, weshalb sie in Deutschland, wo der Himmel oftmals bewölkt ist, deutlich effektiver sind. Die Nutzung der Sonnenenergie ist sehr umweltschonend. Lediglich die Entsorgung der alten Solarzellen bringt einige Umweltprobleme mit sich.

Die Windenergie ist ebenfalls ein wichtiger Pfeiler der alternativen Energieversorgung. Der Wind treibt riesige Rotorblätter an, die wiederum einen Generator für die Stromerzeugung betreiben. Die Produktion und spätere Entsorgung der Windkraftanlagen ist im Gegensatz zu den Solarzellen für die Umwelt weitestgehend problemlos durchführbar. Allerdings bringt der laufende Betrieb hier einige Probleme. Zum einen entsteht durch die Windkraftanlage eine erhebliche Lärmbelästigung, die nicht nur die Anwohner, sondern auch die Tiere in der Umgebung stört. Zum anderen werden auch immer wieder Vögel Opfer der Rotorblätter.
Die Wasserkraft wird bereits seit Langem genutzt. Die Energiegewinnung selbst erzeugt keinerlei Schadstoffe. Allerdings ist für den Betrieb eines Wasserkraftwerks die Erstellung eines Stausees notwendig. Dies stellt einen erheblichen Eingriff in die Natur dar und in vielen Fällen verloren so bedrohte Tierarten ihren Lebensraum. Bei der Nutzung eines Anbieters für Wasserkraft ist es wichtig, genau darauf zu achten, ob man wirklich echten Ökostrom bezieht. Denn oftmals verkaufen die Anbieter den Strom bereits bestehender Anlagen einfach zu einem höheren Preis. So wird die Nutzung alternativer Energiequellen nicht weiter ausgebaut, sodass kein positiver Effekt für die Umwelt entsteht.

Die Energie selbst erzeugen
Wenn man ein Grundstück besitzt, ist es möglich, hier selbst Energie zu erzeugen. Da für die Nutzung der Wasserkraft ein Fluss und ein Stausee notwendig ist, fällt diese Alternative für Privathaushalte weg. Doch kann man hier sowohl eine Photovoltaikanlage als auch eine kleine Windkraftanlage betreiben.

Der Betrieb von Solarzellen auf privaten Hausdächern hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Förderung durch die Bundesregierung führte dazu, dass die Photovoltaikanlage nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz leistete, sondern auch eine lohnenswerte Investition darstellte. Insbesondere in den sonnigeren und wärmeren Gebieten der Bundesrepublik kann mit einer Solaranlage viel Energie erzeugt werden.

Die zweite Alternative ist die Errichtung eines Mini-Windkraftwerks. Wenn man an einem Ort lebt, an dem starke Winde wehen, kann man diese Alternative ins Auge fassen. Jedoch ist es wichtig, die Bedingungen am Standort vor der Aufstellung genau zu untersuchen, da die Windkraftanlage nur bei günstigen Bedingungen effizient arbeiten kann. Wenn der Wind am Wohnort nur schwach ist, ist die Investition nicht sinnvoll.

Welche Form der alternativen Energiegewinnung ist für mich geeignet?
Wenn man sich dazu entschließt, selbst alternativen Strom zu produzieren, hängt die Entscheidung in erster Linie von den natürlichen Bedingungen am Standort ab. Hier sollte man genau untersuchen, welche Form der Energiegewinnung effizienter ist. Wenn man den Ökostrom von einem externen Anbieter beziehen will, hat man hingegen mehr Auswahlfreiheit. In diesem Fall kann man die beschriebenen Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen und schließlich ist auch der Preis für die Energie ein wichtiger Entscheidungsfaktor.